Degility® statt Agility
Spaß und Abenteuer für Mensch und Hund

Noch in der Planung ist ein Kurs im Bereich Degility®. Meine Trainerausbildung in dem Bereich habe ich bereits am 02.+03.10.2021 im „Hundezentrum Aller-Leine-Tal“ absolviert. Teil dieser Ausbildung war auch ein umfassender physiologischer Teil, wo u.a. Anatomie, Pathologie, der Bewegungsapparat sowie verschiedene Arten von  Schmerzempfinden u.a. zum Beispiel bei Dysplasien und einem Bandscheibenvorfall gelehrt wurden.

 

Aber was genau oder für was genau ist Degility®?

Degility® ist kein Hochleistungssport. Es fördert die Kooperation von den einzelnen Mensch-Hund-Teams, es hilft bei der Koordination von Bewegungsabläufen und fördert das Selbstvertrauen. Außerdem ist es ein Konzentrationstraining. 

Degility® bietet vom einfachen Fun-Parcours bis hin zu sehr anspruchsvollen Übungen an verschiedenen Geräten eine großartige Beschäftigungsmöglichkeit. Im Gegensatz zu Agility sind Wettbewerb und Geschwindigkeit hier nicht angesagt. Hier geht es um das Vertrauen vom Hund zu seinem Menschen. Die einzelnen Elemente und Geräte stillen ein natürliches Beschäftigungsbedürfnis des Hundes und helfen gleichzeitig beim Aufbau von Selbstvertrauen, Konzentration und Koordination von bewussten Bewegungsabläufen.

Degility® ist ideal um mit Hunden zu arbeiten, die zum Beispiel eine gelenkschonende Auslastung brauchen oder die ängstlich sind und ihr Selbstbewusstsein ein bisschen stärken müssen. Außerdem hilft es hyperaktiven Hunden ruhig und gezielt zu arbeiten ohne – wie beim Agility – durch den Parcours zu fetzen.

Gleich wie beim Agility wird u.a. mit einer Wippe und einem Tunnel gearbeitet. Zusätzlich sind andere Geräte, wie zum Beispiel die Cavaletti, ein Steg, der Hängebrücke und einige mehr, mit am Start.

Viele Hunde sind nach einzelnen Geräten sichtlich „stolz“ und freuen sich nach erfolgreicher Absolvierung über ein kräftiges Lob von ihren Menschen.

Für jeden Hund jeden Alters und jeder Rasse ist etwas dabei. Zu Beginn wird geklärt ob Ihr Hund Einschränkungen oder Probleme mit seinem Bewegungsapparat hat. Danach wird dann entschieden welche Geräte jeweils in Frage kommen.

Bei allen Geräten geht es um einen bewussten und ruhigen Ablauf. Stresssymptome werden vom Trainer analysiert. Vielleicht hatte der Mensch es beim letzten oder beim ersten Mal im Parcours doch ein wenig zu viel Ehrgeiz und hat seinen Hund ein wenig überfordert..?

Vor jedem Training wird ein kleines Aufwärmtraining absolviert. So wir das Herz-Kreislauf-System angeregt und die Muskeln werden besser durchblutet. Mit steigender Körpertemperatur und der Bewegung wird vermehrt Gelenkschmiere produziert und somit werden die Knorpel wieder elastischer.

Durch Übungen an verschiedenen Geräten kann der Bewegungsaufbau, gezielt verbessert werden. Sind zum Beispiel die Gelenke nach einer OP steif, können diese durch dadurch wieder besser durch die Synovia (knorpelbildende Gelenkflüssigkeit) –  welche Reibung auf ein Minimum herabsetzt – versorgt werden. Diese wird nämlich nur durch ausreichend Bewegung produziert und mindert somit den Bewegungsschmerz.

Während der Übungen an den einzelnen Geräten lernt der Hund auf die körperlichen Signale und Vorgaben seines Menschen zu achten und der Mensch erkennt wie effektiv die nonverbale Kommunikation sein kann.

 

Sobald der Kurs startklar ist, werde ich natürlich berichten!

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